Firefox 3 - Resümee

20.07.2008

Nachdem ich den Schritt gewagt und mir die neue Version installiert hatte, gab es kein Zurück mehr. Firefox 3 wurde millionenfach heruntergeladen... wie oft er allerdings wieder deinstalliert wurde, hat irgendwie noch keiner ermittelt. Das wäre auch schädlich für den Ruf, den der Firefox zu verteidigen versucht... ein schlanker, standardkonformer und beliebter Browser zu sein. Naja... gut das dies subjektiv ist.

Insgesamt finde ich die neue Version nicht so ultimativ, wie sie überall angepriesen wurde.

Stabiler ist er geworden, keine Frage. Wenn man sich allerdings die Performance ansieht, so kann ich hier keine Verbesserung feststellen. Nach 30min, 5 Tabs permanent offen (kein Flash, etc.) liege ich wieder mit einem Schnitt von 166MB doch deutlich über allen anderen Browsern.

Dafür lassen sich nun Seiten ansurfen und auch navigieren, wo ich zuvor immer den Safari benötigt hatte, da es sonst unerträglich langsam wurde aber dafür gibt es nun wieder andere Probleme, bei denen ich bis heute nicht weiß, woran es liegt.

Aus unerklärlichen Gründen werden auf vielen Seiten nun floatende Elemente umgebrochen, trotz ausreichendem Platz, Weiten-Angaben etc.

Viele Plugins funktionieren nur träge, eingeschränkt oder gar nicht. Schade, schliesslich hätte man den Plugin-Developern mehr Möglichkeiten geben können, dass diese frühzeitig mit neuen Versionen aufwarten können. Ob es nun aber an Mozilla oder den Developern lag, mag ich nicht beurteilen. Dafür fehlt mir einfach das Hintergrundwissen über das Verfahren und die Entwicklung.

Firefox 3 ist bunter und verspielter geworden. So muss man in den Toolbarsettings auf kleine Symbole umschalten um z.B. den überdemensionalen zurück-Button auf ein optisch ansprechendes und gleich großes Niveau zu bekommen.

Durch die neuen Einsätze in der Adressleiste sehen nun sehr viele Favicons sehr unschön aus, vorallem wenn es welche ohne Transparenz sind.

Dafür kann man nun viel mehr Infos über die Seite abrufen, z.B. wird das Thema Verschlüsselung und Sicherheit für den unbedarften Gelegenheitssurfer so omnipräsent aufbereitet, dass er schon Angst haben muss, sich überhaupt im Web zu bewegen.

Eingaben in der Adressleiste werden nun nicht mehr basierend auf dem Beginn einer URL, sondern auch mittendrin, hinten, vorne und drumherum ermittelt. Das darunter die Übersichtlichkeit leidet und man dem User eine Möglichkeit geben sollte, diese wirre Verhalten abzuschalten, war wohl nicht von den Firefox-Machern angedacht.

Einige kleine Patches oder Workarounds hierfür schwirren bereits im Netz, sind allerdings meiner Meinung nach eher als ungare Kost zu bewerten.

Die Bookmark-Verwaltung wurde ein wenig verbessert, so super wie sie anfänglich angepriesen wurde, finde ich diese Neuerung aber nun auch nicht.

Das Zoom-Verhalten wurde, wie seinerzeit Microsoft für den IE 7 es bereits getan hat, vom Opera-Browser übernommen. Man skaliert nun nicht mehr die jeweiligen Elemente in einer Seite und verursacht dabei, je nach Umsetzung der Seite ein absolutes Chaos. Vielmehr wird nun die gerenderte Seite gezoomt. Dabei werden Texte sauber dargestellt, Bilder allerdings - haben Pixelgrafiken ja nun einmal so ansich - sehen entsprechend verstümmelt aus. Das eigentliche Verhalten dürfte aber für die Navigation in einer vergrößerten Darstellung zuträglicher sein als das Gematsche der Versionen < 3.x.

Mittlerweile gab es dann auch schon das erste Minor-Update seitens Mozilla - somit sind wir bei Firefox 3.0.1... bleibt abzuwarten, was uns noch so alles erwartet, bis zum Firefox 4.0.

Ich hoffe, bis dahin funktioniert dann auch wieder mein geliebtes Firebug, denn während ich hier schreibe habe ich mittlerweile den 30ten Beachball gesehen, weil ein Script den Fuchs verlangsame... mit entsprechendem Hinweis auf Zeil 1299 im Firebug-Plugin.

Mein Fazit: Wer nicht unbedingt spielsüchtig ist, keinen akuten Bedarf an einem Update hat, sollte vorerst noch bei der 2er bleiben.

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